Wutach 2001
 

Fliegenfischen im Grenzbezirk zu Deutschland
 

Reisebericht von R. Föllmi

 
In den frühen 80er Jahren war ich oft an der Wutach zum Fliegenfischen, ein kleiner Fluss im Grenzbezirk zu Deutschland. Ich befischte damals Los 7. Der Fischbestand war in der Zeit sehr gut. In den folgenden Jahren hatte ich wenig Zeit zum angeln, so dass ich keine Karte mehr löste. Danach hörte ich aber immer wieder Geschichten von Fischvergiftungen etc. an der Wutach. Aus diesem Grund beschlossen Walter Wintsch und ich wieder einmal hin zu fahren. In Stühlingen besorgten wir uns 2 Tageskarten für das Los 6 ( Preis DM 26.--). Der Otsansässige Angelverein gibt im Jahr total 50 Gästetageskarten aus.
Die Wutach präsentierte sich an diesem sonnigen Maitag fast optimal. Nach den Hochwassern vom April war der Pegel beinahe wieder normal, etwas zu hoch noch, aber mit absolut klarem Wasser. Im unteren drittel beim sog. Schweizer Wehr begannen wir unsern Fischertag.

Da wir keine Fische steigen sahen beschlossen wir mit Nymphen zu fischen. In früheren Jahren währe es zwecklos gewesen schon am Morgen an die Wutach zu fahren, denn damals durfte man nur mit der Trockenfliege fischen, eine sehr positive Neuerung. Wir montierten also bewährte Muster wie: Dutch Nymphe und RF Goldkopf Nymphe. (Bindeanleitungen in der Fliegengalerie)
 
Bildserie 1
 
Die Widerhaken waren zugedrückt ( es wird nur mit Schonhaken geangelt ) und los ging’s. Es dauerte nicht lange und Walter hatte den ersten Erfolg. Eine gut genährte konditionsstarke Bachforelle 38cm lang, kämpfte mit Ihm um Ihre Freiheit. Walter war der Sieger, setzte das schöne Tier aber schonungsvoll zurück.
 
Bildserie 2
 
Oberhalb des Wehres fließt die Wutach ruhig und gemächlich also ideal zum Trockenfischen.

Aber wie gesagt es stiegen noch keine Fische. Das Los 6 ist ein sehr interessanter Abschnitt der Wutach. Ruhige Züge, schnellere Rieselstrecken, tiefe Gumpen und hin und wieder kleinere oder größere Schwellen gestalten die Fischerei sehr abwechslungsreich aber auch entsprechend Anspruchsvoll.

Wie wir von einem fischenden Vorstandsmitglied, den wir am Wasser trafen erfahren, werden Äschen ausgesetzt und auch gefangen also muss die Wasserqualität gut sein.
Nach einem guten und preiswerten Mittagessen in Stühlingen setzten wir unsere Fischerei in der Gegend beim alten Bahnhof in Eberfingen fort. Walter begann bei der Bundesstrassenbrücke und fischte aufwärts zum Bahnhof
 
Bildserie 3
 
Ich bewegte mich vom Bahnhof aufwärts bis zum Industriegelände von Stühlingen. Es gelang mir eine Regenbogenforelle 39cm und eine Bachforelle 35cm zu überlisten.
 
Bildserie 4
 
Gegen 1600h trafen wir uns in der Nähe des Campingplatzes von Stühlingen und befischten die Strecke von der Straßenbrücke Stühlingen bis zum Wasserfall. Hier hat es am Ufer entlang tiefe ruhige Stellen also gute Unterstände für kapitale Forellen.
Da die Gastfischer auch eine begrenzte Anzahl Fische entnehmen dürfen hat sich Walter dann zum Abschluss noch ein Abendessen gefangen.
 
Bildserie 5
 
Alles in allem waren wir sehr zufrieden. Wir haben in den 5 Stunden am Wasser zusammen 7 Bach.- und Regenbogenforellen zwischen 24 cm und 40 cm gefangen. Die Wutach ist noch immer ein gesundes, und Dank der Arbeit der zuständigen Angelvereine auch ein fischreiches Gewässer.

Renè Föllmi im Mai 2001