Wilde Gutach 2000 |
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| „Osterfischen“ 21. – 24. April 2000 an der Wilden Gutach | |
Reisebericht von Josef W. Murer ( Text ) & R. Föllmi ( Photos ) |
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| Wie entflieht ein Fliegenfischer dem Osterstau? – Er sucht sich ein schönes, wildes Wasser im Norden und verhält sich in Sachen Verkehr „antizyklisch“. Bereits im Süden Deutschlands, zum Beispiel im Schwarzwald, fängt für uns Schweizer der Norden an! Vor einigen Jahren ist im Fliegenfischer ein Bericht darüber publiziert worden und wir wollten dessen Wahrheitsgehalt aus eigener Anschauung überprüfen. Nach rund zwei Stunden Autofahrt kamen wir an unserem Osterdomizil, dem Gasthaus Pension Löwen in Wildgutach an. Bei Fritz und Christa Wangler fanden wir eine preiswerte und gemütliche Unterkunft. Nebst einem ausgiebigen und reichhaltigen Frühstücksbuffet wurden wir jeden Abend von Christa Wangler mit köstlicher und reichlicher Hausmannskost verwöhnt. Da geht niemand hungrig von Tisch. In der gemütlichen Gaststube haben wir anschliessend unsere Fliegen und Nymphen für den nächsten Tag gebunden. |
Bildserie 1 |
| Ja, Schwarzwaldwasser sind „zähe“ Wasser. Man hat ja schon einiges von diesen schnapsklaren Bächen gehört und die Scheu der „Schwarzwälder-Forellen“ ist (welt)berühmt. Landschaftlich ist die Wilde Gutach sicher etwas vom schönsten was man im Frühling befischen kann und das romantische Simonswäldertal „leistet“ seinen Teil dazu. |
Bildserie 2 |
| Der ganze Wildbach ist „Flyfishing only“ und es ist selbstverständlich, dass man den Wiederhacken niederdrückt. Speziell vom Einstieg in die Wilde Gutach beim Café Märchengarten bis zum Bärengumpen (= ca. 2/3 der Strecke) kann man mit etwas Glück (und Können) wildgewachsene Farios und sprungstarke Regenbögler fangen. Keine Giganten aber für einen solchen Bach doch beachtliche Fische bis 35 cm. Sie sind allerdings äusserst wählerisch und es dauerte einige Zeit bis wir die richtigen Muster gefunden hatten. Das letzte Drittel der öffentlich zugänglichen Strecke vom Bärengumpen bis zur Brennerbrücke ist bereits recht anspruchsvoll. |
Bildserie 3 |
Der nahe dem Ufer verlaufende Spazierweg (Staubfreierweg) und die Landstrasse auf der anderen Seite des Wildbaches sorgen dafür, dass die (vermutlich) grossen Fische sich den Tag hindurch nicht blicken lassen. In den wenigen tiefen Gumpen ist aber sicher die eine oder andere Grossforelle in Wartestellun. |
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Auch die Allrounderin Dutch Nymphe, der Brown Bomber und die RF Nymphe Spezial haben ihre Fängigkeit ein weiteres Mal unter Beweis gestellt. |
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Bindeanleitung in der Fliegengalerie
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Petrus zeigte sich erfreulicher Weise von seiner besten Seite und wir verbrachten drei fantastische Tage in einem wunderschönen Tal, an einem herausfordernden Wildbach. Die tief hängenden Äste und die über das Wasser stehenden Baumkronen haben ebenfalls ihren Tribut gefordert. Mit unseren 7’ Ruten (zum ersten Mal konnte ich meine selbstgebaute Smuggler zum Einsatz bringen!) waren wir gut bedient; auch wenn zum Nymphenfischen die 10’ weniger „Arbeit“ abverlangt hätten. |
| Wir werden gerne wieder an die Wilde Gutach kommen, besuchen unsere neugewonnenen Freunde vom Angelsportverein und steigen im freundlichen Gasthof Löwen, bei den Wanglers in Wildgutach ab. Die Wilde Gutach ist kein „einfaches“ Wasser und stellt fischereitechnisch einige Anforderungen an den Fliegenfischer. Nach sorgfältigem Anpirschen und einwandfreier Präsentation ist ein naturgewachsener Fisch die verdiente Belohnung. Zum Selbstverzehr können eine Regenbogenforelle (ab 25cm) und eine Bachforelle (ab 35cm) oder zwei Regenbogenforellen pro Tag entnommen werden. |
Bildserie 4 |
Zum Schluss noch ein kleines „Zückerchen“René und ich sassen im Cafe Märchengarten bei einem kühlen Radler und kamen mit einem Einheimischen ins Gespräch. Nach einiger Zeit wollte er wissen, wo unser LKW steht???? Als ich ihn fragte wie er auf LKW komme; meinte der gute Mann: „Sind Sie nicht Fernfahrer? Sie tragen doch Fernfahrerhosen!“ – Nah, dann Prost und bis zum nächsten Mal im Garten des Märchencafé. Da wo die Simonswälder den Besuchern die Märchen „aufbinden" |
Josef W. Murer im April 2000 |