Osttirol 2005
 

Fliegenfischen an der Schwarzach / Jesacherhof
 
Reisebericht von Johann Wetten
 
Wie schon oft, wollten wir auch in diesem Jahr wieder unsere Sommerferien in Österreich verbringen. Es sollte etwas sein, wo auch meine Familie nicht zu kurz kommt und aber auch für den Fliegenfischer einiges zu bieten hat.
Durch einen "heissen Tipp" von René haben wir uns dann entschieden; " wir fahren nach St. Jakob in das hintere Defereggental". Die Homepage des Hotel Jesacherhof verspricht einiges und auch die Ausführungen von René vermochten uns zu überzeugen.
 
Anfahrt:
St. Jakob liegt im hinteren Defereggental, im schönen Osttirol. Zu erreichen von Zürich aus in ca. 5 bis 6 Stunden. Von Zürich über St. Gallen, durch den Arlberg bis nach Innsbruck. Von dort aus weiter über den Brenner nach Brunico und dann über den Staller-Sattel nach St. Jakob. In ca. 5 Stunden und rund 440 Km Fahrt haben wir unser Ziel erreicht. Eine andere Möglichkeit währe über Mittersill – Felbertauernstrasse nach Matrei i.O. und von dort aus ins hintere Defereggental. Zeitlich sind beide Wege fast identisch.
St. Jakob liegt am Fusse des Nationalparks Hohe Tauern und bietet viele Möglichkeiten für den ambitionierten Naturliebhaber. Auch wetterbedingt ist das Defereggental günstig vom benachbarten Südtirol beeinflusst. Meistens schönes Wetter und wenn schon Regen, dann immer nur in der Nacht (hat man mir wenigstens gesagt !)
 
Fliegenfischen an der Schwarzach:

Die Fliegenfischerstrecke des Jesacherhof beginnt in St. Jakob und erstreckt sich auf einer Länge von ca. 25 Km bis hoch hinauf in den Nationalpark Hohe Tauern. Seit Sommer 2003 besitzt die Familie Jesacher ihr eigenes Fischwasser - ein Traum für jeden Fliegenfischer! Es erstreckt sich im hinteren Defereggental - von Bad Grünmoos bis zum Staller Sattel und von Erlsbach bis zum Entsprung der Schwarzach - beides naturbelassene, wildromantische Bergbäche mit einer Breite von 4 bis 12 m. Eine Traumstrecke für jeden Fliegenfischer.

Ist die Schwarzach im unteren Teil noch relativ breit und ruhig, entwickelt sie sich, je weiter hinauf, immer mehr zu einem Bergbach mit wildromantischem Charakter. Landschaftlich einfach wunderschön. Schluchten, verwachsene Abschnitte, wilde Passagen, ruhige Läufe, tiefe Gumpen und offene Streckenabschnitte im oberen Teil. Die Schwarzach ist allerdings an den meisten Stellen gut bis sehr gut zugänglich. Bereits schon beim "langsamen Anfischen" am ersten Tag wurde ich positiv überrascht.

Obwohl das Wasser ganz leicht angetrübt war musste ich feststellen, dass die Fische lieber die Trockenfliege als die Nymphe nahmen. Nach einer halben Stunde mit der Nymphe wechselte ich dann auf die Trockene und konnte fast meinen Augen nicht trauen. Innerhalb von nur 10 Minuten, am gleichen Ort, an der gleichen Stelle, mit der gleichen Fliege, zuerst eine Bachforelle, dann eine Äsche und als Abschluss noch einen wunderschönen Bachsaibling. Was dann an diesem Tag noch folgte war einfach sensationell. Regenbogenforellen, Bachforellen, Saiblinge. Alle Fische in ausgezeichneter Kondition, wunderschön gezeichnet und stark im Drill. Keine frisch eingesetzten Fische, nein Fische in Topform, im Wildwasser angewachsen und sehr kampfstark.
Von der „Kinderstube“ bis zum "Urgrossvater" sind alle Altersgruppen vertreten. Fische so um die 10 bis 45 cm konnte ich überlisten. Kontakt hatte ich aber auch noch mit größeren Exemplaren, aber wie überall sind diese auch hier nicht einfach auszutricksen.
Für die folgenden 2 Tage wurde die Fischerei dann ein bisschen zäher. Es hatte zwei mal stark geregnet (tatsächlich nur in der Nacht !), das Wasser wurde vor allem im unteren Teil trüber und die Fische waren nicht mehr so "steigfreudig". Je weiter hinauf, desto besser wurde das Wasser und auch die Fischerei. Gegen ende der Woche war alles wieder wie an meinem ersten Tag. Für mich eines der schönsten Fischereireviere, die ich bis Heute in Österreich besucht habe.  
 
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Das Hotel:
Ich weiss nicht, ob das Hotel den Standard der Schwarzach angenommen hat, oder umgekehrt ? Genau so wie die Schwarzach mich empfangen hat, so wurden wir auch im Hotel empfangen. Von der ersten Minute an, hatten wir das Gefühl, in die Familie Jesacher aufgenommen zu sein. Das Sport- und Wellnesshotel Jesacherhof hat alles zu bieten was das Herz begehrt. Für mich natürlich in erster Linie wegen der fantastischen Fliegenfischerstrecke an der Schwarzach. Jedoch auch der Wellnessbereich, vom feinsten. Die Ausstattung, top. Die Familie Jesacher und Personal, freundlich und kompetent. Das Essen, einfach genial. Kulinarische Köstlichkeiten kombiniert mit einer raffinierten Aufmachung, komponiert mit Liebe und viel Können erwarten den Gast.
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Nebenbei auch noch ein außergewöhnliches Wanderparadies für jung und alt. Geführte Touren und Wanderungen für jeden Geschmack. 
 
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Vom Hause organisierte Attraktionen wie zum Beispiel den"Kaiserschmarrn" auf der Alp, ein Gaudi für die ganze Familie. oder das "Häferlgucken", was das ist ? Kann und will ich Ihnen hier nicht verraten......
 
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Was soll ich Ihnen da noch weiter vorschwärmen, besuchen Sie einfach mal die Homepage des Jesacherhofs und überzeugen sie sich selbst. Sie finden dort sämtliche Informationen.

In Sachen Fliegenfischen wird Ihnen Herr Michael Jesacher-Schneider gerne detaillierte Auskunft erteilen.  

 
Für mich (und auch für meine Familie) ist eines klar, wir waren nicht das letzte Mal im Defereggental bei den Jesacher’s. 
 
Johann Wetten, August 2005