Graubünden 2000 |
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| Mit der Fliege nach Graubünden | |
Ferienreisebericht von Johann Wetten |
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1. Surselva (Bündner Oberland, meine Heimat) Die Surselva ist in ca. 2 Stunden von Zürich aus mit dem Auto zu erreichen. Von Zürich aus fährt man über die A3 bis nach Chur und von dort weiter nach Flims und Ilanz. Schon in der Gegend von Ilanz gibt es einige interessante Gewässer zum Befischen. Der Rhein der hier noch jung ist bietet verschiedene Möglichkeiten um mit der Fliege jagt auf Farios zu machen. Weiter gibt es einige kleine Bäche und kleinere Flüsse in der Nähe, die eine abwechslungsreiche Fischerei bieten. |
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Bildserie 1 |
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Ich versuchte zuerst in einigen Rieselstrecken mit mittleren bis kleinen Nymphen mein Glück. Jedoch ca. zwei Stunden erfolglos. Außer ein paar leichten Zupfer keine Regung ! War ich wieder zu unvorsichtig oder waren nicht die richtigen Nymphen dabei ?? Ich weiß es nicht. Im Wasser und unter den Steinen befanden sich Tausende von Köcherfliegen. Aber auch mit meinen Köcherfliegen-Imitationen blieb der Erfolg aus. |
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Wir erbeuteten nachher noch einige kleinere Farios mit derselben Goldkopfnymphe. Und sogar mit der Trockenfliege konnte ich dann gegen Mittag in ruhigen Passagen einige rotgetupfte überlisten. Ein wunderschöner Morgen durften wir am Rhein bei Disentis erleben. Wir beschlossen den Tag zu beenden und fuhren zurück nach Luven wo meine Eltern zu Hause sind. (Luven liegt auf einer Anhöhe direkt bei Ilanz) Die 39er landete natürlich gleich in der Pfanne und wurde mit Hochgenuss verspiesen. |
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2. Davos / Tiefencastel |
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Drei Wochen später begleitete ich meinen jüngeren Sohn Nicolas nach Davos. Die kleinen Fußballer verbrachten dort am Samstag einen gemütlichen Tag mit dem Fußballklub. Auch bei solchen Gelegenheiten bleibt meine Fliegenrute natürlich nicht zu Hause. Da der Sonntag zur freien Verfügung stand, war die Sache schon im voraus klar.Bei Landquart mündet die Landquart in den Rhein. Dieser Fluss führt meisten viel Wasser und ist sehr schwierig zu befischen. Leider kenne ich diesen Fluss auch zu wenig um genauere Auskünfte darüber zu erteilen. |
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In Davos angekommen fand ich dann noch ein wenig Zeit um die umliegenden Bäche zu besichtigen. Zu erwähnen sind hier besonders der Sertigbach und der Dischmabach. Beide Bäche haben einen ähnlichen Charakter. Sehr schmal, zwischen 2 und 4 Meter breit und fließen ziemlich schnell zu Tale. Hier ist Indianerfischen angesagt, schnelle präzise Würfe und volle Konzentration. Im diesem schnellfließenden Gewässer ist es nicht leicht, die Fliege oder Nymphe fängig zu präsentieren. Sofern nicht zuviel Schneewasser mitgeführt wird bieten diese zwei Bergbäche aber eine interessante und vor allem anspruchsvolle Fischerei mit der Fliege. Die Insekten sind hier oben relativ klein und auch von den Forellen darf man nicht zuviel erwarten. Trotzdem habe ich im Sertigbach letztes Jahr 2 Forellen von ca. 32 cm gefangen. Eine davon wohlgemerkt mit der Trockenfliege. Entsprechend den Insekten sollte dann auch die Fliegenwahl erfolgen. Kleine braune und grüne Nymphen gehen meisten sehr gut. Bei den Trockenfliegen habe ich die beste Erfahrung mit gut sichtbaren Rehhaarfliegen gemacht (z.B. RF-Rehhaar Größe 14 – 18.) Wobei in den Abendstunden die Fliegen durchaus auch größer sein dürfen. Mehr zu fängigen Fliegen erfahren Sie am Schluss dieses Beitrages. |
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Bildserie 1 |
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| Verlässt man Davos Richtung Thusis / Tiefencastel kreuzt man ein paar mal die Landwasser, die dann bei Filisur in die Albula mündet. Tiefencastel ist dann auch unser nächstes Ziel. Ganz so früh konnte ich Davos am Sonntag nicht verlassen. Mein Junior spürte noch die folgen vom letzten Abend. War er auch erst um Mitternacht in die Federn gekrochen. Aber nach einem üppigen Morgenessen sah die Welt dann doch ein bisschen besser aus und wir machten uns auf den Weg nach Tiefencastel. Einfahrt Tiefencastel biegt man links ein und fährt am EW vorbei bis die Strasse aufhört. Die Albula ist an diese Stelle ideal um mit der Fliege auf die scheuen Bachforellen jagt zu machen. Vielversprechend sah die Albula aus. Idealer Wasserstand und Schnapsklar. |
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Bildserie 2 |
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| Gute Deckung und Stromaufwärtsfischen war angesagt. Bereits nach zwei Würfen den ersten Biss. Doch der Fisch stellte sich geschickter an als der Fischer und konnte darum wieder in seine verdiente Freiheit entkommen. Auch hier soll der Fisch seine Chance haben und Sie auch nutzen wenn sich die Gelegenheit bietet. Ohne Widerhaken zu Fischen ist sowieso in ganz Graubünden ein muss. Nichts desto trotz, die Motivation war nun noch größer als vorher. Also weiter Stromauf, schöne Läufe, Wasserkehren und tiefe Gumpen folgten. Ein Traumfluss, weitere Bisse folgten und auch einige Untermassige wurden wieder schonend in die Freiheit entlassen. Von der Holzbrücke ca. 400m Stromauf fließt die Albula auf einer Strecke von 20m entlang einer Felswand. Eine Bilderbuchstelle, hier musste ich mein Glück versuchen. | |
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Von der Felskante präsentierte ich meine grüne Goldkopfnymphe stromaufwärts. Plötzlich ein kleiner Ruck am Bissanzeiger, anhieb. Der Fisch sprang aus dem Wasser und machte einige Kapriolen in der Luft, tauchte wieder ein und schwamm direkt auf mich zu. Wie schon oft war ich wieder einmal nicht auf diese Situation gefasst, Schnur locker und Fisch weg ! |
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Leider war auch dieser Morgen viel zu schnell vorbei. Mein Sohn Nicolas hatte den ganzen Vormittag am Wasser geduldig ausgeharrt. Was für einen achtjährigen Jungen sicher nicht selbstverständlich ist. Nach einer kleinen Erfrischung machten wir uns dann wieder auf den Weg nach Kloten. Eines wusste ich bestimmt, hierher werde ich schon bald wieder zurückkommen. |
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| Informationen Fängige Fliegen für Graubünden |
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Bildserie 3 |
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Adressen: |
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Allgemeine Informationen: |
Jagd- und Fischereiinspektorat
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Kartenausgabestellen: |
Jagd- und Fischereiinspektorat
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Deplazes Lucas, Hauptfischereiaufseher
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Falk Alois Fischereiartikel Ringstr. 116 7000 Chur/GR auch Fax 081 284 54 77 |
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