Etsch 2002 |
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| Saisoneröffnung 09. -13. Febr. 2002 | |
Reisebericht von Josef W. Murer (Text) |
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| Am Samstag, 9. Februar 2002 machte sich ein Trüppchen Schweizer auf den Weg ins Vinschgau/Süd-Tirol. Da landherum viele noch in die Skiferien fahren und wir keine "Stauopfer" sein wollten - auf verschiedensten Wegen. Die einen versuchten ihr Glück beim Verlad durch den Veraina-Tunnel, andere durch den Arlberg-Tunnel und über den Reschenpass und ein ganz wildes (ungeduldiges?) "Pärchen" versuchte sein Glück über den Julier-Pass. Einzig René - der sich vermutlich schon morgens um 06.00 auf den Weg machte - wusste nichts von Stau -Szenarien. So oder so, alle haben wir das Hotel Maria-Theresia in Schlanders gefunden und im Verlauf des Nachmittags (die einen früher, die anderen später) die schönen und modernen Zimmer bezogen. |
| Um 19.00 Uhr trafen wir uns zum ersten Mal zusammen zum Abendessen - da waren Monika und ihre Schwester Karin (die Passfahrerinnen), Johann mit seinem Bruder Christian, auch der Walter Wintsch hat den Weg von Scuol her gefunden, so der Jürgen mit seinen zwei Hunden (Frauchen stößt etwas später zu uns), die "Vorarlberger" Georg und Markus sowie René und der Schreibende. In Anbetracht unserer Erfahrungen der Vorjahre freuten wir uns auf wunderbares Früh-Frühlingswetter (d.h. Sonne und milde Temperaturen) und auch auf die zahlreichen Regenbogenforellen und ihre Kolleginnen. Mit leicht glänzenden Augen erzählten wir uns die Geschichten (Fischerlatein? siehe Bericht Etsch 2000 im Archiv ) der vergangenen Etsch-Eröffnungstage. Nach einem üppigen und sehr schmackhaften Abendessen (5-Gänge!!!) während dem auch der Hubert Winkler ( sein Hotel wird umgebaut Wiedereröffnung Pfingsten 2002 ) zu uns gestoßen ist und die diversen Lizenzen (Los 19 "catch & release", Los 24, usw.) verteilte - holten die Nimmermüden (wer wohl??) bereits Ihre Bindeutensilien und machten sich im hinteren Teil des Speisesaals "an die Arbeit". Das hart arbeitende Volk (z.B. José) mussten aber bereits gegen Mitternacht "die Segel streichen". |
Bildserie 1 |
| Am nächsten Tag stand jeder an seinem "Lieblingsplatz" - sprich: "Da wo er/sie letztes Jahr am meisten Fische gefangen hatte". Nur leider erinnerten sich die Fische an die letzte Saison-Eröffnung oder an die "fängigen" Schweizer-Fischer. Auf jeden Fall haben Sie unsere Geduld arg strapaziert und gaben uns wie der Amerikaner sagen würde: "a hard time" |
Bildserie 2 |
| Jeder "Biss" musste hart erarbeitet werden. Mit allen möglichen und unmöglichen Nymphen versuchten wir unser Glück - aber es blieb harte Arbeit. Wenigstens machte das Wetter einigermassen mit. |
Bildserie 3 |
| Als ich so gegen 15.30 Uhr in der Sauna saß, mit einem etwas schlechten Gewissen, dass ich schon so "früh" Wasser und Fisch verlassen hatte, erkannte ich im Dunst des Aufgusses (ich bin seeeehr kurzsichtig) eine weibliche Person - Karin. Auf meine Bemerkung: "Deine Schwester ist sicher noch am Wasser und peitscht die Nymphen" erklärte sie mir, dass es eine laaaaaange Bindenacht gegeben habe, so bis Sonnenaufgang 05.00 Uhr und Monika schlafe in ihrem Bettchen. So auch René und die anderen "Oberbinder"!!!! Pünktlich um 19.00 Uhr gab's wieder Abendbrot und auch der letzte der Mohikaner fand den Weg zum Tisch. Kaum war das Dessert gegessen waren wir schon wieder beim Binden. Es muss doch noch ein Muster geben, dass die "Etscherinnen" lieben!? Dabei "bewunderten" wir alle das |
| Den Fischen war's egal und wir hatten etwas zum Lachen. Jürgen hat tapfer jeden Abend mit seinem maßgeschneiderten Renzetti weitergebunden. Trotz allem blieb die Fischerei recht zäh, abgesehen von einigen glücklichen Minuten in welchem wir uns wieder an die Zeit im Februar 2000 zurückerinnerten. So kam es, dass wir uns regelmäßig um die Mittagszeit in Goldrain beim Brückenwirt zu Pasta und Lammfilet trafen, leicht wehmütig ins Aquarium hinunter schauten wo früher die Forellen "Schlange" standen um unsere Muster auszuprobiern. Schade, es sollte/wollte nicht mehr sein. |
| Nicht verzagend, genossen wir das schöne Wetter, die vereinzelten Bisse der "Etscherinnen" und machten es uns in der Sauna, dem Dampfbad oder im Hallenbad des schönen Hotels Maria-Theresia gemütlich. Die feinen Abendessen und ruhigen Abende haben wir genossen - hat da jemand was von Rosenmontag und Karneval im Vinschgau gesagt? Zweimann-Band und Gehörschutz? |
Bildserie 4 |
| Spass bei Seite, es waren wunderbare Tage im (immer noch) schönen Vinschgau, das Wasser der Etsch war klar und rein; nur die Farios und Getupften hätten sich noch etwas "nymphenfreundlicher" zeigen dürfen. |
Josef W. Murer, im Februar 2002 |